Secure Networking

Probing

Identifikation von Zielen durch Enumeration, Port Scanning, OS Fingerprinting, Vulnerability Scans und OSINT.

Probing

Probing bedeutet, Ziele systematisch zu identifizieren und Informationen über sie zu sammeln. In der Sicherheit ist das einerseits ein Angriffs-Schritt, andererseits auch ein legitimer Teil von Audits und Pentests.

Was wird gesucht?

Typische Ziele:

  • aktive Hosts
  • offene Ports
  • laufende Dienste
  • Betriebssysteme
  • Softwareversionen
  • bekannte Schwachstellen
  • DNS-Informationen
  • öffentlich verfügbare Informationen

Methoden

MethodeBeispiele
Host Enumerationping, arp-scan, nmap, dig
Port Scanningnmap, netcat, Advanced Port Scanner, MASSCAN
OS Fingerprintingnmap -O
Vulnerability ScanNmap-Skripte, OpenVAS, Nessus
OSINTGoogle, Recon-ng, Maltego, SpiderFoot

Port Scanning

Beim Portscan wird geprüft, welche Ports auf einem Ziel erreichbar sind. Daraus kann man ableiten, welche Dienste möglicherweise laufen.

Beispielhafte Fragen:

  • Ist Port 22 offen?
  • Läuft ein Webserver auf 80 oder 443?
  • Gibt es Datenbankdienste?
  • Sind unerwartete Managementports erreichbar?

OS Fingerprinting

Beim OS Fingerprinting versucht ein Tool, das Betriebssystem zu erkennen. Das Ergebnis ist nicht immer zu 100 Prozent korrekt, kann aber Hinweise liefern.

Vulnerability Scan

Ein Schwachstellenscan versucht, Softwareversionen hinter offenen Ports zu erkennen und mit bekannten Schwachstellen, zum Beispiel CVEs, abzugleichen.

Probing reduzieren

Gegenmaßnahmen:

  • Mikrosegmentierung
  • sinnvolle Firewall-Regeln
  • nur notwendige Ports freigeben
  • Reverse Proxy vor Webdiensten
  • TCP-Wrapper oder ähnliche Zugriffskontrollen
  • Dienste härten
  • Monitoring und Alarmierung
Firewall-Regeln allein helfen nur begrenzt, wenn zu viele Dienste überhaupt erreichbar sind. Gute Segmentierung reduziert die Angriffsfläche viel früher.

Zuletzt aktualisiert: 6. Juni 2026