Systemadministrator

Gruppenrichtlinien

Gruppenrichtlinien in Active Directory, Verknüpfung, Sicherheitsfilterung und typische Einsatzbereiche.

Gruppenrichtlinien

Gruppenrichtlinien oder Group Policy Objects steuern Einstellungen für Benutzer und Computer in einer Windows-Domäne.

Was kann eine GPO?

Mit Gruppenrichtlinien lassen sich unter anderem konfigurieren:

  • Sicherheitseinstellungen
  • Windows-Firewall
  • RDP-Einstellungen
  • Zertifikatsverwendung
  • Passwort- und Kontorichtlinien
  • lokale Gruppen
  • Anmelderechte
  • Registry-Werte
  • Skripte
  • Softwareverteilung

Verknüpfung mit OUs

Eine GPO wird typischerweise mit einer OU verknüpft. Dadurch erhalten die Computer oder Benutzer in dieser OU die Einstellungen.

Beispiel:

OU Server
└── GPO: RDP-Zertifikat verwenden

OU Clients
└── GPO: Client-Härtung

OU Administration
└── GPO: Admin-Tier-Regeln

Computer- und Benutzerkonfiguration

BereichWirkt auf
Computer ConfigurationComputerobjekte
User ConfigurationBenutzerkonten

Für Serverhärtung und RDP-Zertifikate ist meist die Computer Configuration relevant.

Sicherheitsfilterung

Über Sicherheitsfilterung kann gesteuert werden, welche Objekte eine GPO anwenden dürfen. Das ist wichtig, wenn nicht alle Objekte in einer OU dieselbe Richtlinie erhalten sollen.

Typische Fehler

  • GPO ist nicht mit der richtigen OU verknüpft.
  • Objekt liegt in einer anderen OU als erwartet.
  • Sicherheitsfilterung verhindert Anwendung.
  • WMI-Filter passt nicht.
  • Richtlinie wirkt nur auf Benutzer, obwohl Computer gemeint sind.
  • Replikation zwischen Domain Controllern ist noch nicht abgeschlossen.
  • Client hat die Richtlinie noch nicht aktualisiert.

Nützliche Befehle

gpupdate /force
gpresult /r
gpresult /h report.html
Bei GPO-Problemen ist gpresult oft schneller als Raten. Es zeigt, welche Richtlinien wirklich angewendet wurden.

Zuletzt aktualisiert: 6. Juni 2026