Systemadministrator

Active Directory

Grundlagen zu Domänen, OUs, Benutzerkonten, Gruppen, Computerobjekten und administrativer Struktur.

Active Directory

Active Directory ist der zentrale Verzeichnisdienst in vielen Windows-Umgebungen. Es verwaltet Identitäten, Gruppen, Computer, Richtlinien und Berechtigungen.

Grundbegriffe

BegriffBedeutung
DomäneLogischer Verwaltungsbereich für Benutzer, Computer und Ressourcen
Domain ControllerServer, der Active Directory bereitstellt
BenutzerkontoIdentität einer Person oder eines Dienstes
GruppeSammlung von Konten zur Rechtevergabe
OUOrganizational Unit, Strukturierung für Verwaltung und Gruppenrichtlinien
ComputerobjektRepräsentiert einen Client oder Server im AD

Warum OUs wichtig sind

OUs dienen nicht nur der Ordnung. Sie sind zentral für:

  • Delegation von Verwaltungsrechten
  • Anwendung von Gruppenrichtlinien
  • Trennung von Clients, Servern und administrativen Konten
  • übersichtliche Administration

Eine sinnvolle Struktur kann zum Beispiel so aussehen:

Organisation
├── Clients
├── Server
├── Benutzer
├── Gruppen
└── Administration
    ├── Administrative Konten
    └── Administrative Gruppen

Gruppen statt Einzelberechtigungen

Berechtigungen sollten möglichst über Gruppen vergeben werden.

Vorteile:

  • Rechte sind nachvollziehbarer.
  • Benutzerwechsel sind einfacher.
  • Audit und Dokumentation werden leichter.
  • Fehler durch direkte Einzelberechtigungen werden reduziert.

Prinzipien für AD-Administration

Wichtige Grundregeln:

  • keine tägliche Arbeit mit Domain-Admin-Konten
  • getrennte Konten für normale Arbeit und Administration
  • Rechte nur dort vergeben, wo sie gebraucht werden
  • OUs nicht rein optisch, sondern administrativ planen
  • Änderungen dokumentieren
  • privilegierte Gruppen regelmäßig prüfen
Active Directory ist oft das Herz einer Windows-Umgebung. Wenn AD kompromittiert ist, ist meistens die gesamte Umgebung gefährdet.

Zuletzt aktualisiert: 6. Juni 2026