Web Development

Accessibility

Web Accessibility, WCAG, POUR, Screenreader, Keyboard Navigation, Alt-Texte, Kontrast und barrierearme Gestaltung.

Accessibility

Web Accessibility bedeutet, Webseiten, Tools und Technologien so zu gestalten, dass Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten sie nutzen können.

Barrierefreiheit hilft nicht nur Menschen mit dauerhaften Behinderungen. Sie hilft auch bei temporären oder situativen Einschränkungen, zum Beispiel gebrochenem Arm, Sonnenlicht, kleinem Display oder langsamer Verbindung.

W3C und WAI

Das World Wide Web Consortium entwickelt Standards für das Web. Die Web Accessibility Initiative stellt Standards und Materialien zur Barrierefreiheit bereit.

Wichtige Richtlinie:

  • WCAG: Web Content Accessibility Guidelines

POUR-Prinzipien

WCAG folgt den POUR-Prinzipien:

PrinzipBedeutung
PerceivableInhalte müssen wahrnehmbar sein
OperableBedienung muss möglich sein
UnderstandableInhalte und Bedienung müssen verständlich sein
RobustInhalte müssen mit verschiedenen Technologien funktionieren

Konformitätsstufen

StufeBedeutung
Agrundlegende Anforderungen
AAhäufig angestrebter Standard
AAAsehr strenge Anforderungen, nicht immer vollständig erreichbar

Wichtige Maßnahmen

  • semantisches HTML verwenden
  • sinnvolle Überschriftenstruktur
  • Bilder mit alt-Text versehen
  • Formulare korrekt beschriften
  • Links beschreibend formulieren
  • Tastaturbedienung ermöglichen
  • ausreichenden Farbkontrast sicherstellen
  • Inhalte nicht nur über Farbe erklären
  • klare Sprache verwenden
  • Layout konsistent halten

Screenreader

Screenreader lesen Inhalte vor oder geben sie über Braille-Zeilen aus. Damit das funktioniert, müssen Struktur und Beschriftungen sauber sein.

Schlecht:

<a href="/kontakt">Hier klicken</a>

Besser:

<a href="/kontakt">Kontaktformular öffnen</a>

Tastaturbedienung

Eine Seite sollte ohne Maus bedienbar sein.

Wichtige Tasten:

  • Tab: nächstes interaktives Element
  • Shift + Tab: vorheriges Element
  • Enter: aktivieren
  • Pfeiltasten: Navigation in bestimmten Komponenten

Accessibility-Poster als Merkhilfe

Die Unterlagen enthalten Poster mit Designregeln für:

  • Autismus-Spektrum
  • Screenreader
  • Low Vision
  • Dyslexie
  • motorische Einschränkungen
  • Gehörlosigkeit oder Schwerhörigkeit
  • Angst

Gemeinsame Kernaussage: klare Sprache, logische Struktur, gute Kontraste, beschreibende Buttons, keine unnötig komplexen Layouts.

Barrierefreiheit ist kein Zusatz am Ende. Sie beginnt bei HTML-Struktur, Sprache, Navigation und Designentscheidungen.

Zuletzt aktualisiert: 6. Juni 2026